Musik als Sprache für das, was Jugendliche nicht sagen können
Praxisimpulse, kreative Methoden und Materialien für Musiktherapeut:innen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen, Pädagog:innen und alle, die Musik als Zugang zur inneren Welt Jugendlicher nutzen möchten.
Jugendliche müssen nicht erst die richtigen Worte finden.
Wie kann Musik helfen, mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen – und gemeinsam etwas in Bewegung zu bringen?
Wer meine Beiträge auf Instagram oder mein Buch kennt, findet hier neue Praxisimpulse, Materialien und vertiefende Fachtexte.
Wer neu dazukommt, findet einen Einstieg in eine Arbeit mit Jugendlichen, die Musik, Kreativität und Humor als Möglichkeiten der Begegnung nutzt.
Die Beiträge zeigen, wie kreative Freiräume entstehen können – und welche Bedeutung Beziehung, Neugier und ein behutsamer Umgang mit Unsicherheit dabei haben.
Ein Anfang darf klein sein. Und trotzdem etwas öffnen. ↘
Am Anfang steht für mich die Bereitschaft, mich auf einen Jugendlichen einzulassen – auch wenn zunächst wenig Gespräch, wenig Begeisterung oder wenig Zutrauen da ist.
Ich möchte herausfinden, was sein Interesse weckt, und lasse mich dabei gern überraschen. Dafür bringe ich Ideen mit, mache Angebote und probiere selbst etwas aus.
Zugleich braucht es Aufmerksamkeit dafür, wie mein Gegenüber darauf reagiert: Wann entsteht Neugier? Wann wird etwas zu viel? Wo braucht jemand Ermutigung, wo mehr Abstand?
Niemand muss musikalisch sein, spontan eine Idee haben oder gleich Persönliches preisgeben. Schon eine kleine Entscheidung, ein erster Versuch oder neugieriges Zuschauen können einen Einstieg bilden.
Musik und kreatives Spiel können einen Raum öffnen, in dem Jugendliche mitgestalten dürfen, ohne schon wissen zu müssen, was sie ausdrücken möchten. Humor und ungewöhnliche Einfälle gehören für mich dazu – getragen von fachlicher Verantwortung und Respekt vor den Grenzen des anderen.
Diese Website lädt dazu ein, mit einer solchen Haltung zu arbeiten: aufmerksam, erfinderisch und bereit, den eigenen Plan durch die Begegnung verändern zu lassen.
Manche musiktherapeutischen Übungen sind tatsächlich peinlich. Humor und bewusste Übertreibung können einen Rahmen schaffen, in dem Jugendliche etwas ausprobieren dürfen, ohne sich dabei allzu ernst nehmen zu müssen.
Eine neu entdeckte Stärke kann Freude auslösen – aber auch zur nächsten Erwartung werden. Ressourcen bleiben eher geschützt, wenn Jugendliche selbst entscheiden dürfen, ob und wie sie diese …
Ist das noch Musiktherapie, wenn Jugendliche ein Musikstück lernen wollen?
Der Wunsch, ein bestimmtes Musikstück spielen zu können, kann mehr sein als ein musikalisches Lernziel: Vielleicht zeigt sich darin bereits eine mögliche Version des eigenen Selbst.
Ein Raum voller Instrumente – und keiner weiß, was tun?
Ein Raum voller Instrumente eröffnet viele Möglichkeiten – und kann zugleich verunsichern. Manchmal braucht es weder eine ausgefeilte Übung noch ein musikalisches Ziel, sondern nur eine ungewöhnliche Idee, …
Das Buch bündelt den theoretischen Hintergrund und ausführliche Fallvignetten zur musiktherapeutischen Arbeit mit Jugendlichen. Es ist Vertiefung und Resonanzraum – die Ideen auf dieser Website funktionieren aber auch ganz ohne Lektüre.
Musiktherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und hartnäckig neugierig darauf, was passiert, wenn wir Jugendliche nicht vorschnell verstehen.
In meiner Arbeit verbinde ich musiktherapeutische Praxis mit Mentalisieren, Gegenwartskultur, Hypnotherapie und einer Vorliebe für Methoden, die nicht nach Methode aussehen.
Diese Website ist mein offenes Notizbuch für Kolleg:innen.